Bohnet Pleitgen

Nikola-Rührmann-Krimis
Cover

Bohnet Pleitgen
Freitags isst man Fisch
Deutsche Originalausgabe
Ariadne Krimi 1177
ca. 250 S., br., 11,5 x 18 cm
11 € [D],
ISBN 978-3-86754-177-0.
Im Buchhandel erhältlich.

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Bohnet Pleitgen
Kein Durchkommen
Deutsche Originalausgabe
Ariadne Krimi 1183
ca. 250 S., br., 11,5 x 18 cm
11 € [D],
ISBN 978-3-86754-183-1.
Im Buchhandel erhältlich.

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Bohnet Pleitgen
Teilchenbeschleunigung
Deutsche Originalausgabe
Ariadne Krimi 1191
256 S., br., 11,5 x 18 cm
11 €[D],
ISBN 978-3-86754-191-6.
Ab Oktober 2012 erhältlich.

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Hamburg - Tatort im Wandel

1989 / 1999 / 2009 - zwei Dekaden umfasst die Roman-Trilogie zu den Kriminalfällen der charismatischen Heldin Nikola Rührmann (alias Nikolaus, Nik, Niko oder Sput-Nik), hartgesottene, spontane Chronistin einer jungen und junggebliebenen Generation.

Hamburg, die »Stadt der Gegensätze«, ist Nikolas Terrain, das sie forsch durchstöbert und von dem sie erzählt. Packende Momentaufnahmen, die mitreißend unterhalten, ohne die Widersprüche unter den Teppich zu kehren, und mit einem Augenzwinkern den Zeitgeist der ausklingenden Achtziger (»Freitags isst man Fisch«), Neunziger (»Kein Durchkommen«) und der Gegenwart (erscheint im Herbst 2012) heraufbeschwören.

Bohnet Pleitgen steht für das kriminalliterarische Gespann Ann-Monika Pleitgen und Ilja Bohnet - seit knapp vierzig Jahren Mutter und Sohn.


Tod an der Elbe - Nikola Rührmanns erster Fall

Hamburg, 1989: Man nennt sie Nik, Nikolaus, Niko oder auch Sput-Nik. Sie studiert Physik und ist Spezialistin für Stegreif-Zitate. Und sie hat sich frisch verliebt, in einen blonden Engel mit politischen Plakaten unterm Arm.

Nikola Rührmann, trinkfeste Studentin und Zahlenfetischistin, möchte gern die schöne Julia beeindrucken. Darum verpflichtet sie sich, den Tod des Kommilitonen Kai aufzuklären. Wozu kennt sie schließlich Leute wie Asphalt-Wilfred und Taxi-Christian, die stets das Ohr am Puls der Stadt haben? Aber kaum hat Nikola eine Fährte aufgestöbert, der zu folgen sich lohnt, da wird sie handgreiflich schachmatt gesetzt. Und kurz darauf ist ihr Hauptverdächtiger tot.

Nominiert

Mein Kopf fühlt sich an wie ein Nadelkissen. Ich reibe mir die brennenden Augen. Ich ziehe den Brief aus dem Couvert. »Zu unserem Bedauern«, steht da, und: »Trotz mehrfacher Mahnungen«, und so weiter und so fort, kurz: Salzstange ist gekündigt worden, weil er seit Monaten keine Miete mehr gezahlt hat. Der Brief muss ein herber Schlag für ihn gewesen sein, für mich ist er so belebend wie eine Messerspitze Chili. Ich habe dank der Wohnungsgenossenschaft Salzstanges Adresse. Und ich habe sogar seinen Schlüssel. Hier. In meiner Jeansjacke. Was liegt näher, als hinzufahren und nach Spuren zu suchen, um rauszubekommen, wen er mit seinen rätselhaften Sätzen gemeint hat? Ich sage sie wieder vor mich hin, als könnte die Wiederholung sie entschlüsseln: »Von mir hatten sie nur den Namen. Für den Rest sind die verantwortlich.«

Klar, dass Nikola jetzt nicht mehr locker lässt. Sie folgt abwechselnd der Spur und ihrer Herzdame, gerät in wilde Straßenschlachten und auf Abwege, deckt Lügen auf – und schwebt unvermittelt selbst in Lebensgefahr! Der brisante Krimi spielt im Sommer 1989 überall in Hamburg. Spritzig, noir und ein bisschen amourös erfasst er den lebendigen Puls der großen Hafenstadt und ihrer vielfältigen Milieus.

Nikola Rührmann geht dem Tod eines jungen Mannes nach, um die schöne Julia zu beeindrucken. Forschend durchstreift sie Hamburgs Viertel und Milieus, stößt auf allerlei Ungereimtheiten und legt sich mit der Hamburger Giftmüll-Mafia an …


Tödliches Klima - Nikola Rührmanns zweiter Fall

Hamburg, 1999: Die Meteorologin Dr. Nikola Rührmann arbeitet am Hamburger Geomatikum in einem Klimaforschungsprojekt. CORVUS, so der Name des deutsch-spanischen Satelliten im Orbit der Erde, macht jedoch Kopfzerbrechen: Die Klimaforschergruppe um Professor Rindeck erhält nur Datensalat aus dem Äther. Dabei brauchen sie dringend Ergebnisse, zumal der selbstsichere Dr. Seeler, populärer Fernseh-Meteorologe, sie zu einer "Wetterwette" herausfordert. Es gilt die Ehre der Wissenschaft zu verteidigen! Ausgerechnet jetzt fehlt Informatikexperte Gerd Najen, ohne den gar nichts geht. Wo kann der junge Mann stecken? Die Kollegen sind besorgt, Professor Rindeck bittet Nikola Rührmann, den Vermissten aufzustöbern.

Mit Hilfe ihres alten Freundes Taxi-Christian begibt sie sich auf die Suche nach dem stillen Kollegen, der so plötzlich verschwunden ist. Die Fährte führt vom Grindel nach Langenhorn und weiter in die Vier- und Marschlande. Zwischendurch lässt sich Nikola auf ein Blind Date mit einem Henri ein, der sich als charismatische junge Frau entpuppt.

»Das ist Corvus!« Sie setzt sich auf ihren Hocker und legt die brennende Zigarette im Aschenbecher ab. Eine tiefsinnige Falte gräbt sich zwischen ihre feinen Augenbrauen. Sie denkt nach. Es ist hübsch, ihr beim Nachdenken zuzusehen. »Corvus?«, wiederhole ich, als hörte ich das Wort zum ersten Mal. Doch dann, langsam, ganz langsam, dämmert es mir: Unser Erkennungszeichen ist CORVUS.

Doch als Nikola ihr folgt, wird sie niedergeschlagen. Was soll hier vertuscht werden? Hat die schöne Unbekannte etwas mit dem Projekt CORVUS zu tun?


Geister und Teilchen - Nikola Rührmanns dritter Fall

Hamburg, Mittwoch, der 12. August 2009, 4:09 Uhr:

Noch ist es nicht zu spät. Ich hetze die metallischen Treppenstufen im Eingangsportal des alten Elbtunnels hinunter, vorbei an stoisch dreinblickenden Porträtbüsten an der gefliesten Wand. Kein Mensch weit und breit. Die vier Fahrkörbe für die Autos schlafen noch. Nur das Klacken meiner hohen Absätze ist zu hören. Der Aktenkoffer aus Aluminium wiegt schwer in meiner linken Hand. Wie viel Geld wohl drin ist? Die Handschelle schneidet ins Fleisch. Großartiger Einfall, mich bei dem Gerangel ums Geld an den Koffer zu ketten. Mein linker Arm ist ganz lahm vom Tragen, und die Handschelle lugt verdächtig unter dem Ärmel meiner Bluse hervor.

Ob der Kerl tot ist? Ich hab ihm einen kräftigen Schlag gegen den Kopf versetzt, dass er an den Bettpfosten krachte. Aber davon stirbt man doch nicht.

Unten angekommen, blicke ich auf die beiden Tunnel mit je einer Fahrspur in der Mitte und schmalen Gehsteigen rechts und links. Ich bin allein. Ich nehme die rechte Röhre. Die schmiedeeisernen Wandleuchten werfen ein warmes Licht auf die Steinzeugreliefs, die in regelmäßigen Abständen die gekachelten Tunnelwände zieren.

Gestern Abend hab ich ihn aufs Hotelzimmer gelockt und so lange bezirzt, bis er mir schließlich erzählt hat, wo sich der Laptop mit der Analyse des Physikers befindet. Irgendwo im Freihafen. Auf der LA PALOMA. Dort erwartet ihn der Hehler um halb fünf. Hat mich ganz schön Kraft gekostet, mit übereinandergeschlagenen Beinen auf dem Bett sitzend das heiße Weibchen zu spielen, um das aus ihm rauszukitzeln.

Ich haste weiter durch den leicht gewölbten Tunnel. Das Licht der Wandleuchten links und rechts vereinigt sich an seinem Ende. Fern, noch sehr klein, sehe ich eine Gestalt. Kommt sie näher? Ich gehe weiter auf sie zu. Oder hinter ihr her? Ich zerre den Ärmel der Bluse über meine gefesselte Hand. Die Erscheinung wird größer, kommt näher. Scheiße. Wer ist das? Wir laufen aufeinander zu. Das Klackern meiner High Heels vermischt sich mit dem Hall seines Stechschritts. Unsere Echos verschmelzen zu einem Rhythmus. Diese akustische Einheit wird lauter und lauter. Schon kann ich das Gesicht erkennen. Blond. Jung. Hart. Ich starre geradeaus, schaue dem Mann nicht in die Augen, damit er mich nicht anspricht. Dicht vor mir bleibt er stehen, zeigt auf den Koffer und sagt: »Die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.« Dann geht er weiter.

Ich kremple den Ärmel hoch, straffe mein Kreuz und weiß, dass ich die LA PALOMA im Freihafen finden werde.